Hilfe von Betroffenen

für Betroffene

Unsere Botschafter.

Zwei Botschafter für unseren Verein

Seit dem Sommer 2015 wird der Verein durch zwei Botschafter vertreten, die uns sowohl bei unserer Außendarstellung helfen, mit ihren Netzwerken Türen öffnen, aber auch zugleich inhaltlich durch Anregungen bereichern können.

Nia Künzer und Dirk Martin sind unsere ersten Vereinsbotschafter geworden. In ihren Rollen haben sie uns bislang vielfältig durch repräsentativge Auftritte, Ideen oder Kontaktanbahnung geholfen. Lars Reichow ergänzt die Botschafterriege des Vereins und wird künftig neben der früheren Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer den Verein repräsentieren. Dirk Martin, der die Idee einer Botschaftertätigkeit von Lars Reichow von Beginn an förderte, gibt seine Botschafterrolle, die entsprechend der Vereinsregularien von Trauernde Eltern & Kinder Rhein-Main e.V. zunächst auf zwei Jahre angelegt ist, nach vier Jahren auf. Er wird dem Verein aber auch weiterhin eng verbunden bleiben und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Unsere Botschafterin Nia Künzer

Nia Künzer ist als Fußballerin 2003 Weltmeisterin geworden und im Endspiel hat sie das entscheidende Tor für Deutschland erzielt. Neben ihren Tätigkeiten beim Regierungspräsidium Gießen und als Expertin für die ARD im Rahmen der Berichterstattung über den Frauenfußball setzt sie sich vielfältig für soziale Zwecke ein. Für ihr Engagement ist sie unter anderem sie mit dem Hessischen Verdienstorden und dem Walter-Scheel-Preis ausgezeichnet worden.

„Natürlich musste ich nachdenken, nachdem mir der Verein „Trauernde Eltern & Kinder Rhein-Main e.V.“ das Angebot gemacht hatte, eine Botschafterrolle übernehmen zu dürfen. Mein Mann und ich haben uns die Informationsbroschüren gemeinsam durchgelesen und es ging uns einiges durch den Kopf. Wir haben zwei Kinder und die Beschäftigung mit der verdienstvollen Arbeit des Vereins löste selbstverständlich mulmige Gefühle aus. Ich fragte mich aber vor allem, ob ich wirklich die richtige Person für diese solch ehrenvolle Aufgabe als Botschafterin bin. Mir war ein Satz aufgefallen in den Unterlagen, dass nur Betroffene nachempfinden können, was der Verlust eines Kindes bedeuten kann. Ich musste dem Satz innerlich voll und ganz zustimmen. Kann ich also glaubwürdig für den Verein sprechen? Ich ließ mich überzeugen, weil der Verein auch dafür kämpfen will, dass Trauernde nicht eine geschlossene Gruppe sein wollen und sollen, sondern eben auch Verständnis für ihre Trauer spüren wollen bei jenen, die von dieser harten Prüfung verschont geblieben sind. Dieses Verständnis bringe ich mit und ich möchte sehr gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten dafür werben, dass Trauer Akzeptanz findet und die Arbeit des Vereins noch mehr Anerkennung findet. Durch meine berufliche Tätigkeit, aber auch durch die ein oder andere Möglichkeit zur Mithilfe in karitativen Einrichtungen habe ich ein Netzwerk, in dem ich für die Arbeit des Vereins „Trauernde Eltern & Kinder Rhein-Main e.V.“ werben und auch manchen nützlichen Kontakt knüpfen kann. Beim Besuch in der Geschäftsstelle spüre ich zudem, dass der Austausch mit den Vereinsverantwortlichen für alle fruchtbar ist. Es ist mir deshalb ein Anliegen, dem Verein ein wenig zu helfen.“

Unser Botschafter Lars Reichow

Als Lars Reichow bei der Begegnung im Sommer die roten Luftballons für unsere Kinder aufsteigen sah, da spürte er mehr als in allen Erzählungen zuvor, was unseren Verein ausmacht. „Das war ergreifend, diese vielen Luftballons zu sehen, die alle für ein Kind aufsteigen“, sagte Lars Reichow. Ganz spontan hatte er eine Radtour genutzt, um bei einer Stippvisite unangekündigt in Hechtsheim vorbeizuschauen.

Begonnen hatte die Botschaftertätigkeit des Kabarettisten und Entertainers im Mai im Mainzer Unterhaus. Bei seinem Programm „Wunschkonzert“ verkündete er auf offener Bühne, dass er Trauernde Eltern & Kinder Rhein-Main helfen will. Vorangegangen war eine Kontaktaufnahme mit Reichow durch unser Vereinsmitglied Uli Munck, der nach einem Besuch eines Auftritts von Reichow tief berührt war von dessen Lied „Mitten im Leben“. Uli Munck hatte das Gefühl, dass die Ambivalenz dieser Worte den Bogen spannen könnten zu unserem Verein. Wir sind damit auf offfene Ohren gestoßen bei Lars Reichow.
Der in Mainz geborene und lebende Lars Reichow will mit seiner Botschaftertätigkeit den Verein vor allem in dessen Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Erste Früchte sind Erwähnungen in der Mainzer Allgemeinen oder in der Radiosendung „Gesellschaftsabend“ des Saarländischen Rundfunks, wo Reichow im Gespräch mit dem Moderator Alfonse einige Minuten lang über unseren Verein und unsere Anliegen spricht. „Tod und Trauer sind Themen, die wir in unserer Gesellschaft allzu gerne ausblenden. Menschen haben Angst davor, was nur allzu verständlich ist. Umso wichtiger ist die Arbeit von Trauernde Eltern & Kinder Rhein-Main e.V., weil der Verein jenen Halt und Hilfe anbietet, die einen besonders schweren Verlust erlitten haben. Eltern sollten nicht am Grab ihrer Kinder stehen müssen und Kinder sollten nicht in jungen Jahren ihre Eltern verlieren. Ich möchte dazu beitragen, dass das Verständnis für die so wichtige Arbeit des Vereins vielleicht ein kleines bisschen größer wird. Und vielleicht gelingt es uns im Doppelpass, die Hemmschwelle im Umgang mit Trauernden, die sich oftmals durch kleine, unscheinbare Gesten ermutigt und verstanden fühlen, ein klein wenig zu brechen“, sagt Reichow.

„2015 haben wir die Idee geboren, Botschafter für unseren Verein zu gewinnen. Wir verfolgen damit den Gedanken, in der Außendarstellung neue Wege zu gehen, durch die Botschafter neue Netzwerke zu erschließen, aber auch zugleich inhaltlich Anregungen zu bekommen“, sagt Daniel Meuren, stellvertretender Vorsitzender von Trauernde Eltern & Kinder Rhein-Main e.V..
„Nia Künzer ist ein Mensch, der sich vielfältig sozial und karitativ engagiert. Wir sind sehr stolz, dass Nia Künzer sich auch für unseren Verein einsetzt. Sie ist als Botschafterin eine hervorragende Repräsentantin und dank ihres Netzwerkes eine tolle Türöffnerin.
Lars Reichow verbindet in seinem künstlerischen Wirken die lustige Seite des Lebens mit dem Ernsthaften und bisweilen Melancholischen. Bei ihm ist Nachdenklichkeit genauso geboten wie das herzhafte Lachen. Wir spüren schon jetzt, dass wir im Zusammenwirken mit Lars Reichow manche Hemmschwelle im Umgang mit Trauer und Trauernden aufbrechen können.“

Text: Daniel Meuren

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